Papa a la Huancaina

Das peruanische Gericht „Papa a la Huancaina“ war ursprünglich ein typisches Arme-Leute-Essen. Es stammt, wie der Name erahnen lässt, aus der Region rund um die Stadt Huancayo.

Huancayo liegt in den Anden auf über 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. Noch heute lebt ein Großteil der dortigen Bevölkerung von der Landwirtschaft. Angebaut werden vor allem Kartoffeln, manche Familien haben auch kleine Schafherden und Hühner sind um beinahe jedes Haus zu finden. Kartoffeln, Schafskäse und Eier – das sind auch schon die Hauptzutaten von Papa a la Huancaina.
Als in den 1870er Jahren die Eisenbahnschiene zwischen der Hauptstadt Lima und Huancayo gebaut wurde, lernten die Eisenbahnarbeiter, die aus vielen Ecken des Landes kamen, das bis dahin lokale Gericht kennen und brachten es mit nach Lima. Von dort breitete es sich rasch aus. Heute ist es eine beliebte, kalte Vorspeise, die in vielen Restaurants angeboten wird.