Die Kartoffelauswahl 2020

Schon mal blaue Pommes gegessen? Die blaufleischige Kartoffel macht´s möglich. Die Knolle bringt nicht nur einen ungewohnten Farbtupfer auf den Teller, sie ist darüber hinaus auch gesund. Die natürlichen Farbpigmente der Anthocyane schützen die Pflanze und auch den menschlichen Körper vor freien Radikalen. Sie wirken entzündungshemmend und sollen den Alterungsprozess verlangsamen. Die Kartoffel überrascht mit einem intensiven und etwas süßlichem Geschmack. Höchstwahrscheinlich wurde diese Sorte bereits vor 1900 in Skandinavien erstmals zugelassen.
- Blüte: blau
- Reifezeit*: mittelfrüh, 130-150 Tage
- Kochtyp: vorwiegend festkochend
- Speisewert: gut
- Zubereitung: im Ofen bleibt die Farbei intensiver
* Die Reifezeit wird ab dem Setzen der Kartoffel gerechnet. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um eine grobe Orientierung, da die Entwicklung natürlich von der Temperatur aber auch Stadium (mehr oder weniger vorgekeimt) abhängt.

Diese Kartoffelsorte kommt - der Name lässt es erahnen - aus Dänemark und wird dort als Feinschmeckerkartoffel gehandelt. Tatsächlich wartet sie mit einem äußerst kräftigen Geschmack auf. Zugelassen wurde sie bereits im Jahre 1872.
Diese "Fingerkartoffel" kann, was die Länge anbelangt, angeblich sogar mit Gurken konkurrieren. Wer am Ende des Anbaujahres wohl die längste Spargelkartoffel ernten wird?
- Blüte: rosa
- Reifezeit*: mittelfrüh, 130-150 Tage
- Kochtyp: festkochend
- Speisewert: sehr gut
- Zubereitung: Salat- oder Pellkartoffel
* Die Reifezeit wird ab dem Setzen der Kartoffel gerechnet. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um eine grobe Orientierung, da die Entwicklung natürlich von der Temperatur aber auch Stadium (mehr oder weniger vorgekeimt) abhängt.

Auch bei Shetland Black handelt es sich um eine sehr alte Sorte, die aus Großbritannien kommt. Die Knolle wächst hörnchenförmig und ist an den Enden meist oval zugspitzt. Das wirklich besondere ist allerdings, dass sich hinter der blau-schwarzen Schale ein helles Fleisch mit einem violetten Ring verbirgt. Beim Kochen zerfließt dieser und färbt dabei das gesamte Fruchtfleisch zartlila ein. Dieser interessante Augenschmaus entfaltet auf der Zunge dann einen angenehm-cremigen Geschmack.
- Blüte: blau-violett
- Reifezeit*: mittelfrüh, 130-150 Tage
- Kochtyp: vorwiegend festkochend
- Geschmack: cremig
- Zubereitung: Salz- oder Pellkartoffeln
* Die Reifezeit wird ab dem Setzen der Kartoffel gerechnet. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um eine grobe Orientierung, da die Entwicklung natürlich von der Temperatur aber auch Stadium (mehr oder weniger vorgekeimt) abhängt.

Ob der Name wohl hält, was er verspricht? Das "goldene Wunder" (Zulassungsjahr 1906) fällt zunächst durch die sehr raue Schale und die etwas längere Reifezeit auf. Doch lässt man ihr die notwendige Zeit zum Wachsen, besticht sie mit einem ausgezeichneten Geschmack. Hier sind also echte Feinschmecker gefragt: Mit welchen Adjektiven lässt sich der Geschmack von Golden Wonder am treffendsten beschreiben?
- Blüte: rosa
- Reifezeit*: sehr spät: 150-170 Tage
- Kochtyp: mehlig
- Speisewert: hervorragend
- Zubereitung: hoher Anteil an Trockenmasse, bietet sich deshalb besonders zum Frittieren an
* Die Reifezeit wird ab dem Setzen der Kartoffel gerechnet. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um eine grobe Orientierung, da die Entwicklung natürlich von der Temperatur aber auch Stadium (mehr oder weniger vorgekeimt) abhängt.

Roter Erstling, auch Red Duke of York genannt, kann schon sehr früh geerntet werden und sollte dann am besten samt der leuchtend roten Schale zügig verspeist werden. Dann entfaltet sich der cremige Kartoffelgeschmack am besten, der unter Fachkreisen mit dem Speisewert "sehr gut" beschrieben wird. In England erfreut sich die Sorte noch heute großer Beliebtheit. Sie stammt aus dem Jahre 1942.
- Blüte: weiß
- Reifezeit*: sehr früh, 90-110 Tage
- Kochtyp: vorwiegend festkochend
- Speisewert: sehr gut
- Zubereitung: Salz-, Brat-, Backkartoffel
* Die Reifezeit wird ab dem Setzen der Kartoffel gerechnet. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um eine grobe Orientierung, da die Entwicklung natürlich von der Temperatur aber auch Stadium (mehr oder weniger vorgekeimt) abhängt.

