Neues aus den Anden

 

Knolli und seine Geschwister aus den Anden

Bei der Kartoffelaktion 2020 haben wir das Ursprungsgebiet der Kartoffeln näher in den Blick genommen: Südamerika. Im Hochland der Anden wurde bereits vor 8.000 Jahren Kartoffeln angebaut. Damit ist die Kartoffel eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. In Europa ist sie hingegen noch ein recht junges Nahrungsmittel, auch wenn sie heutzutage kaum von unserem Speisezettel wegzudenken ist. Zusammen mit anderen Nutzpflanzen, beispielsweise der Tomate, kam die Kartoffel aus der "Neuen Welt" in die "Alte Welt".
Welche Rolle die Kartoffel heute wohl in den Anden spielt?
 
  

Die Minga - gemeinsame Feldarbeit

Wenn Santos in Erinnerungen schwelgt und von seinen Kindheitserlebnissen während der Kartoffelernte berichtet, dann leuchten seine Augen und die Begeisterung sprüht aus seinen Worten: „Zur Kartoffelernte kamen zwischen 30-50 Personen zusammen, die alle gemeinsam die anfallenden Arbeiten verrichteten. Für uns Kinder war das immer ein großes Fest“.
  

Papa a la Huancaina

Das peruanische Gericht „Papa a la Huancaina“ war ursprünglich ein typisches Arme-Leute-Essen. Es stammt, wie der Name erahnen lässt, aus der Region rund um die Stadt Huancayo.
  

Papas Rellenas

Papas rellenas – das heißt übersetzt gefüllte Kartoffeln. Papas rellenas sind in Peru ebenfalls sehr beliebt. 
  

Gentechnik, Biopiraterie und Entwicklungshilfe: Wem gehört die Kartoffel?

Erinnern Sie sich noch an die unglaubliche Kartoffelsortenvielfalt in den Anden?
Im Internationalen Kartoffelinstitut in Lima werden diese Sorten gesammelt und in Reagenzgläsern in Kühlhäusern aufbewahrt. Die Genbank des Instituts enthält die umfangreichste Kartoffelsammlung der Welt. Auf der einen Seite leistet es damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Sortenvielfalt. Auf der anderen Seite hingegen ist es in Kritik geraten. Die Asociación ANDES, ein Zusammenschluss der Kleinbauern in den Anden, sowie weitere Nichtregierungsorganisationen werfen dem Institut nun Biopiraterie vor.
  

Corona bedeutet für viele einen Kampf ums Überleben

Das südamerikanische Land Peru ist neben Brasilien sehr stark von der Corona-Pandemie betroffen. Und das obwohl Präsident Martín Vizcarra sehr schnell sehr drastische Maßnahmen ausgerufen hatte. Problematisch ist dies vor allem für die zahlreichen Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft und die informell angestellten Tagelöhner in den Städten.
  

Der Lamahirte und die Kartoffel

In zahlreichen Kulturen und auf allen Kontinenten gibt es Erzählungen über eine Sintflut - in der Bibel ist es die Geschichte der Arche Noah. Die Amyará, eine indigene Bevölkerungsgruppe im Süden Perus, kennt eine ähnliche mythologische Geschichte. Dabei ist es die Kartoffel, die das Überleben der Menschheit sichert.
  

Die Vielfalt der Kartoffeln in Peru

Weltweit gibt es etwa 4.000 bis  5.000 Kartoffelsorten. Die meisten davon stammen aus den südamerikanischen Anden. Darunter sind sowohl zahlreiche Wildarten als auch Kulturkartoffeln.
  

Antonia auf Spurensuche: Celendín und Umgebung

Antonia Pinheiro macht derzeit ihren Weltkirchlichen Friedensdienst im Norden Perus. Sie arbeitet dort im ökologischen Landwirtschaftsprojekt „Vida en abundancia“ – Leben in Fülle mit. Für unsere Kartoffelaktion macht sie sich auf Spurensuche und spricht mit Bäuerinnen und Bauern über ihren Alltag und die Bedeutung der Kartoffel in deren Leben.